So leben die meisten Tiere in Tunesien - und manche finden so ihren Weg ins Shelter! 

Unvorstellbar, aber doch wahr.

Das Tierleid in Tunesien ist wirklich groß. Tiere, darunter besonders Hunde und Katzen haben in Tunesien keinen Stellenwert. Es gibt daher keine staatlichen Tierheime und nur sehr wenige ehrenamtlich arbeitende Tierärzte.

Die Tiere werden in Tunesien getreten und geschlagen - regelrecht gefoltert und nicht selten angezündet. Vielleicht habt ihr von dem unglaublich brutalen Überfall auf eine private Tierpension in Djerba gehört. Wenn nicht, solltet ihr euch die Bilder nur anschauen, wenn ihr sehr gute Nerven habt. Ich persönlich (Ines) hatte die Bilder noch wochenlang vor Augen, aber es nützt auch gar nichts die Augen davor zu verschließen, denn das ist leider die Realität in Tunesien. 

In der Hauptsaison wird sogar die Polizei von den Behörden beauftragt, alle streunernden Tiere abzuschießen oder zu vergiften, damit die Touristen an den Stränden nicht von ihnen belästigt werden. Das nennt sich dann vor Ort Säuberung. Im Klartext bedeutet dies, dass Hunde angeschossen und halbtot liegen gelassen werden. Die Polizisten steigen nicht einmal aus dem Auto aus, meistens schießen sie sogar nur aus den fahrenden Autos. Rücksichtnahme gibt es in diesem Fall nicht. So passiert es, dass Welpen noch tagelang bei ihrer toten Mutter liegen und dort elendig sterben oder Hunde mit Halsband "versehentlich" abgeschossen werden. Auch auf Kinder wird übrigens keine Rücksicht genommen, die Schüsse fallen trotzdem und die Kinder müssen alles ansehen. 

Es gibt in Tunesien auch Hunde in Familien. Leider werden auch diese Hunde meistens nicht nach unseren europäischen Standards gehalten. Die meisten Hunde leben an zu kurzen Ketten und haben keinen Unterstand zum Schutz vor Sonne oder Regen. Sie werden nur sehr unregelmässig gefüttert und getränkt und kennen keinen Tierarzt und auch keine Impfungen. Das Futter der Hunde besteht meistens nur aus Müll. Und anstatt Liebe und Zuwendung erhalten die Hunde in den meisten Fällen nur Schläge und Abneigung. 

Da die Tiere grundsätzlich nicht zum Tierarzt gebracht werden, werden sie natürlich auch nicht kastriert. Ungewollte Vermehrung und die Entsorgung der Welpen stehen daher an der Tagesordnung. Die Welpen, die bei Thouraya einfach über die Mauer geworfen werden, haben es dabei noch am Besten. Mit Prellungen und Knochenbrüchen sind sie wenigstens in Sicherheit. Natürlich könnte man auch einfach klingeln!

Und Thouraya nimmt alle diese Fälle auf!

Thouraya sammelt die schlimmsten Fälle mit verletzten, gequälten und hungernden Tieren auf, denn ohne sie wären die Tiere chancenlos. Sie bringt die Tiere zum Tierarzt, versorgt und pflegt die Tiere.  Sie bekommen regelmäßig Futter und Wasser und ja, sie werden oftmals erstmalig in ihrem Leben bei Thouraya Zuneigung und Liebe erfahren. 

Viele Touristen haben von Thouraya gehört und bringen ihr noch mehr Tiere, die sie selber gefunden haben. Manchmal dürfen die Tiere zu ihren "Findern" ziehen, wenn Thouraya sich um alle erforderlichen Ausreisebedingungen gekümmert hat. Meistens jedoch haben die Touristen das Tier wieder vergessen, sobald sie in ihren Alltag mit ihren eigenen Sorgen zurückgekehrt sind. 


Alle diese Tiere - ganz egal wie sie bei Thouraya gelandet sind, werden von ihr versorgt und bekommen somit ihre "Second Chance". 

Bitte helft uns, wie Thouraya den Tieren hilft.

Wir sind dringend und wirklich immer auf eure Hilfe und auf eure Spenden angewiesen, damit wir den Tieren weiterhin ihre "Second Chance" ermöglichen können.